Folge 5 von 5 · 16. September 2026
Warum zweifle ich so oft an mir?
Zweifel ist selten ein Feind. Meistens ist er ein altes Frühwarnsystem.
Der Film zur Folge · ohne Ton








Acht Karten · zum Blättern wischen
Etwas ist gut gelaufen. Der Vortrag saß, das Gespräch war stimmig, jemand hat sich sogar bedankt. Und trotzdem sucht der Kopf sofort die eine Stelle, die noch fehlt. Kennst du das?
Zweifel hat einen schlechten Ruf. Dabei ist er selten ein Feind. Meistens ist er ein altes Frühwarnsystem, das einmal gute Arbeit gemacht hat. Er hat dich vielleicht davor bewahrt, dass jemand enttäuscht war. Dass etwas schiefgeht, bevor es auffällt. Dass du in einer Umgebung auffliegst, in der Fehler teuer waren.
Nur meldet er sich weiter, auch wenn längst niemand mehr enttäuscht wäre. Ein Wächter, den niemand mehr braucht, geht trotzdem jede Nacht seine Runde. Er kennt ja nur diese eine Aufgabe.
Deshalb halte ich wenig davon, den Zweifel loswerden zu wollen. Das führt meistens nur dazu, dass er lauter wird. Du musst ihn nicht wegschicken. Du darfst ihm sagen, dass du das jetzt kannst.
Manchmal hilft es, ihn kurz ernst zu nehmen und dann zu fragen, was er eigentlich schützen möchte. Sehr oft steckt darunter etwas, das dir wichtig ist. Menschen zweifeln nicht an Dingen, die ihnen egal sind.
Zweifel heißt nicht, dass du falsch liegst. Manchmal heißt es nur, dass es dir wichtig ist.
Das war die letzte Folge dieser kleinen Reihe. Danke, dass du mitgelesen hast.
Zweifel heißt nicht, dass du falsch liegst. Manchmal heißt es nur, dass es dir wichtig ist.
Herzlich, Diana
Bildnachweis: Die Grundlage aller Filme und Bilder sind eigene Fotos von Roman Thomas, die mit Herzblut und KI modifiziert wurden.
Weiterlesen